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Mein Lauferlebnis: In meiner Umgebung einen Marathon laufen

 

Auch in diesem Jahr wollte ich mit meinem Mann mindestens einen Marathon laufen. Geplant waren Salzburg Marathon am 17. Mai und Berlin Marathon dann im Herbst.

Doch wie alle Veranstaltungen, finden natürlich auch Marathonveranstaltungen nicht statt... Meine Motivation wurde zusammen mit den Absagen, fast in Luft aufgelöst.

Zu längeren Läufen, also jenseits der 30 Kilometer konnte ich mich nicht mehr aufraffen. Die Zeit war es mir nicht Wert und ohne Plan zu trainieren fand ich eigentlich auch ganz schön.

Das Einzige, was ich viel trainierte, war ein Kraftausdauertraining im HIIT, im Wald. Dieses Training nenne ich auch Draußen fit.

Ich trainierte es alleine, oder - nach Lockerung der Ausgangsbeschränkung - mit einzelnen Kursteilnehmern. Da ich einige Kursteilnehmer habe :-), bin ich also öfter in der Woche los und trainierte somit auch mehr. Dafür lief ich je nach übriger Zeit und Organisation der Kinder nur etwa 40 Kilometer.

Das Training ist super und macht wirklich viel Spass. Auch mir immer wieder! Das Laufen ohne Plan war auch immer noch gut so. Trotzdem, wer schon mal einen Marathon gelaufen ist, der weiß, was das für ein tolles und großes Ziel im Jahr ist.

Der Tag rückte immer näher. Und damit auch mein Ehrgeiz, doch mal wieder einen Marathon zu laufen.

Ziele darf man sich nicht so einfach nehmen lassen!

Und wenn sie noch so verrückt sind...

Deshalb habe ich beschlossen, es zumindest zu versuchen. Ich wollte wissen, wie weit ich laufen kann, auch wenn ich derzeit nicht ganz so trainiert bin. Dazu muss ich aber erwähnen, dass ich ein sehr vorsichtiger Typ bin. Zwar gehe ich gerne auch an meine Grenzen, aber ich weiß, wann es zuviel ist.

Und deshalb rate ich es auch jedem, so ein Experiment nur zu wagen, wenn man seine Grenzen kennt und sich sicher ist, dass es keine gesundheitlichen Folgen hat!

Denn Marathon bleibt Marathon. Eine Distanz, in der vieles passiert und verdammt lange sein kann und auch IST. Das Gefühl danach, aber unbeschreibliches und unvergesslich....

Der Entschluss war da, ich wollte es testen. Einen groben Plan habe ich mir ausgedacht, denn schließlich hat man als Mama mal 4-5 Stunden Auszeit. So organisierte ich die Kinder - die endlich mal wieder zu Oma durften, plante die Gassi-Runde mit Hund ein und meine ungefähre Laufstrecke.

Samstag früh war es dann soweit..

Morgens um 5:30 Uhr klingelte der Wecker. Nach einem kleinen Frühstück habe ich meinen Trinkrucksack und Keksen eingepackt und habe mir erst einmal unseren Hund geschnappt. Mit ihr bin ich die ersten 4 Kilometer gelaufen. Anfangs war es richtig nebelig. Aber die Luft war klar und die Vögel zwitscherten.

Danach ging es weiter, die Zielzeit war mir egal, den Puls hatte ich aber im Auge.

Mein Mann wollte auch einen längeren Lauf machen und ist eine Stunde später losgelaufen. In die ähnliche Richtung wie ich.

Ich habe die Ruhe des Morgens genossen, die Waldluft, aber auch gute Podcasts gehört. Die Zeit ist sehr schnell vergangen. Irgendwann hat mich mein Mann per Handy angeschrieben, wo er sich ungefähr befindet. Lustigerweise war ich nicht weit weg von ihm und so habe ich ihn bei Kilometer 28 getroffen.

Marathonlauf in der Umgebung

Ein schönes Gefühl, denn mein Mann hat mich noch nie bei einem Marathon oder Zieleinlauf begleitet. Er hat andere Zielzeiten.

So sind wir die letzten Kilometer also zusammen gelaufen. Auch diese sind schnell vergangen. Ich konnte sogar noch etwas schneller laufen. Und so zogen die letzten Kilometer weiter dahin.

Bei Kilometer 35 habe ich mich mit guter Musik zum Endspurt motiviert. Musik treibt mich immer an.

Und dann.. Kilometer 40 - ein Jubel von mir, Kilometer 41, 42 und nur noch 200 Meter. Kein Anfeuern. Nur mein Mann an meiner Seite! Es war anders, aber trotzdem echt schön!

Geschafft!

Ich würde es wieder tun!!!
Es war mein 6. Marathon mit einer Zielzeit von 4 Stunden und 36 Minuten. Keine Bestzeit, das war klar. Egal. Geschafft. Verrückt, spontan und für mich!

Und wie ich meinen Mann kenne, werde ich ihn in ein paar Wochen auch begleiten zu seinem 5. Marathon-Finish... und ich freu mich schon jetzt darauf!

Wenn du dich zusätzlich noch motivieren möchtest, dann schau dir die Dokumentation Breaking 2 an. Dieser ist zwar etwas älter und auch die magische 2 Stunden Grenze ist bereits geknackt, aber dieser Film macht mir immer Lust, einen weiteren Versuch meiner 4 Stunden Marke zu knacken.

42,2 km auf der Uhr


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