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Zuckerfrei leben

Egal ob Adventszeit, Ostern oder sonst wann unter dem Jahr. Für viele ist Zucker ein täglicher Begleiter! Schokolade, Fertigsaucen, Kekse, Plätzchen und anderen Leckereien.

Aber wusstest du, dass jeder Europäer im Schnitt 37,6 kg Zucker im Jahr zu sich nimmt? Was auch erschrenkend ist, dass im Schnitt jeder 13. Deutsche zuckerkrank ist und an Diabetes leidet.

Warum mögen wir Zucker so gerne?

Die Vorliebe für die Süße ist uns schon in die Wiege gelegt. Und zwar durch den Milchzucker in der Muttermilch. Wir wurde sozusagen damit groß und das ist in unserem Gehirn verankert.

Leider haben wir uns von der natürlichen Süße aber weit weg entfernt, in Richtung isolierter Süße, aus industriell gefertigten Zuckerprodukten.

Denn Zucker ist kein Lebensmittel. Er enthält keine Vitamine oder Mineralstoffe, sättigt nicht, macht aber noch dazu richtig abhängig. Lediglich bietet Zucker schnelle Energie. Glukose ist zwar für viele Körperfunktionen lebensnotwendig... aber eben kein isolierten Zucker, also kein weißer Zucker.

Zuckerfrei Challenge

Bildquelle Canva

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Unser Körper bekommt genug Zucker aus natürlichen Lebensmitteln. Um unseren Blutzuckerspiegel langsam ansteigen zu lassen, ist es sinnvoll, vermehrt komplexe Kohlenhydrate zu essen. Diese sind beispielsweise in Gemüse, Hülsenfrüchten oder Vollkornprodukten enthalten. Denn der Körper braucht länger um die Bestandteile aufzulösen und ins Blut abzugeben.

Dagegen sind sogenannte Einfachzucker - wie der Name schon sagt - einfacher. Sie lassen den Blutzuckerspiegel schneller ansteigen, aber auch schnell wieder abfallen. Das bedeutet, wir wollen dann wieder etwas essen und das Spiel beginnt von vorne. Oft entstehen dadurch regelrechte Heißhungerattacken!

Besonders gemein sind die versteckten Zucker. In Fertigprodukten oder vor allem in Saucen ist unheimlich viel isolierter Zucker enthalten. Schau doch mal in deiner Speisekammer... hast du beispielsweise Ketchup? Wie viel Zucker ist dort pro 100 g enthalten? Du kannst das auch mal mit deinen Kindern zusammen abwiegen und schauen, wie viel das ist. Auch in Senf oder anderen Fertigprodukten, die Lebensmittelindustrie arbeitet sehr viel mit Zucker. Er macht einfach haltbar.

Wusstest du, dass den Mikroorganismen das lebenswichtige Wasser entzogen wird, sie sterben oder werden inaktiviert, sie verdursten sozusagen. Ups....

Okay, genug der Fakten. Wir wollen ja nicht zu unserem Tee oder Kaffee nur noch Karotten knabbern. Der Duft von Kuchen oder Keksen ist schon ein Genuss!

Aber was sind gute Alternativen?

Hier scheiden sich auch die Empfehlungen. Ich kann dir Ideen geben wie ich es handhabe und du kannst dir selbst deine Meinung bilden. Vor allem musst du auch probieren, denn nicht alles schmeckt jedem gleich und gelingt beim Backen auf Anhieb.

Gute Alternativen sind nach meiner Meinung (aber natürlich auch in geringen Mengen!):

  • Frisches Obst (bspw. eine reife Banane, Apfelmus...)
  • Trockenfrüchte
  • Melasse
  • Ahornsirup
  • Dattelsirup
  • Reissirup
  • heimische Dicksäfte
  • Kokosblütensirup
  • Xylit (Birkenzucker)

Schmeckt das dann auch?

Ich sage, JA. Allerdings benötigst du schon eine Umgewöhnung und du wirst erst eine Art Entzug spüren. Denn Zucker macht wirklich süchtig! Ich hatte beispielsweise eine innere Unruhe, eine leichte Benommenheit bzw. Kopfschmerzen. Aber nach 1-2 Tagen war es überstanden und ich kann dich nur dazu bewegen, es auch zu versuchen!

Insgesamt habe ich einfach mehr Energie und stehe auch morgens leichter auf! Und wenn ich mal einen Tag dabei habe, der zuckerreich war fühle ich mich am nächsten Tag wie "vergiftet".

Aber du wirst noch weitere positive Veränderungen merken:

  • Bessere Gesundheit
  • Mehr Lebensqualität
  • Gesündere Zähne
  • Weniger Körpergewicht
  • Mehr Vitalität
  • Seltener Bauchschmerzen/Blähungen
  • Weniger Heißhunger
  • Selten Tiefphasen tagsüber
  • Eine bessere Haut
  • Bessere Blutwerte
  • Selten/kein Sodbrennen
  • Bessere Verdauung
  • Diabetes-Vorbeugung
  • falls du Kinder hast - Vorbildsfunktion (!)
Hol dir Power

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Und - nicht unerheblich - dein Körper zeigt kein Suchtverhalten mehr! Es lohnt sich also auf Zucker zu verzichten!!

Aber wie ist es, darf ich jetzt gar keinen Zucker mehr essen?

Das bleibt in deiner Entscheidung! Und diesmal wirklich, ohne - "wenn die Kekse da stehen, muss ich sie essen" -, denn das ist ein Suchtverhalten. Es klingt schon grausam, ich weiß, aber es ist nunmal so. Entscheide also selbst, wann du gerne Kuchen/Kekse o.ä. mit Zucker essen möchtest oder nicht. Die Auswirkungen trägst du dann alleine für dich.

Zuckerfreier Snack

Mein Tipp ist aber auch, nur einen Tag eine Ausnahme zu machen, sonst bestimmt die Zuckersucht wieder in deinen Alltag.

Ich handhabe es so: Wenn ich irgendwo eingeladen bin und wirklich gerne einen Kuchen essen möchte, dann mache ich das. Denn das merke ich persönlich meist nicht. Oft esse ich aber keinen und auch wenn ich manchmal als "Frau Vernunft" o.ä. betitelt werde, ich stehe zu meiner Entscheidung. Da weißt du am besten, wie du mit der Situation gerne umgehen möchtest.

Auch kannst du dir überlegen einmal in der Woche eine Ausnahme zu machen, nur bitte keinen sogenannten Cheatday einlegen! Das wäre dann wirklich zuviel.

Zuhause mache ich unsere Kuchen und Kekse ohne Zucker. Diese am liebsten mit reifer Banane, Dattelsirup oder Kokosblütensirup. Letztendlich entscheidet immer die Dosis das Gift.

Als Snack eignen sich perfekt: Datteln/Trockenfrüchte mit Obst und ein paar Nüssen

Mittlerweile gibt es unheimlich viele tolle zuckerfreie Rezepte! Du musst dich nur mal rantrauen und es versuchen!

Achte aber vor allem auf natürliche Lebensmittel und versuche so oft es geht, selbst zu kochen. Leider ist es auch in Restaurants üblich, viel Zucker zu verwenden. Deshalb lass dich inspirieren und experementiere viel selbst!

Hier noch meine schnellen Lieblings-Energiekugeln:

Zutaten

  • 8 Datteln (getrocknet)
  • 4 Aprikosen (getrocknet)
  • 4 Feigen (getrocknet)
  • 20 g Mandeln (gemahlen)
  • 60 g Cashewnüsse
  • 20 g Sonnenblumenkerne
  • 40 g Hanfsamen (optional) o.ä.
  • 40 g Kakaonibs
  • 40 g Haferflocken

Zubereitung

  1. Die Trockenfrüchte sowie die Nüssen über Nacht einweichen und in den Kühlschrank geben.
  2. Danach das Wasser der Nüsse und Trockenfrüchte abgießen und alle Zutaten in einen Mixer geben und gut mixen. Alternativ geht auch ein Pürierstab.
  3. Die anderen Zutaten auch hinzufügen und alles gut zu einer Masse verarbeiten. Sie sollte noch feucht sein.
  4. Mit Hilfe eines Teelöffels die Masse aufnehmen und mit feuchten Händen Kugeln in gewünschter Größe formen.
  5. Hier hast du dann noch die Möglichkeit die Kugeln in Kokosraspel (sehr fein!), Kakaopulver, Hanfsamen etc. zu rollen.

Tipp: Zur Adventszeit kannst du auch etwas Aroma hinzufügen. Für Rumkugeln bspw. Bittermandelaroma oder Lebkuchengewürz für Lebkuchen-Kugeln.

Genieß es!

* (Agrarmarkt 2018, Statista 2016)



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